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19.05.2017 15:35 Alter: 157 days

Schlammlawinen und Hagel: Unwetter im Weimarer Land


Schwere Gewitter sorgten am Freitagabend im Weimarer Land mit Starkregen, Hagel und Schlammlawinen für immense Schäden. Die Feuerwehren und Einsatzkräfte sind im Dauereinsatz bis in die Nacht.

Schwere Hagelschäden erlitten Mellingen und Lehnstedt. In Lehnstedt wurden ganze Dächer, Fassaden, Fenster, Rollläden und zahlreiche Autos beschädigt. Eine Rinderherde wurde so erschreckt, dass sie aus ihrer Weide ausbrach und erst wieder eingefangen werden musste. Augenzeugen berichteten von Schafen mit blutigen Wunden auf dem Rücken, als sie in den Stall getrieben wurden. Noch lange nach Abzug der Gewitterfront, die den Himmel stark verdunkelt hatte, bedeckten tischtennisballgroße Hagelkörner Gehwege und Rasen. Ein Zug konnte bei Lehnstedt gerade noch bremsen, als ein Baum auf die Schienen fiel.

Hammerstedt versank ebenfalls im Schlamm. Bis zu 30 Zentimeter hoch war er von den Feldern geschwemmt worden, in dem Mann und Maus bis in die Nacht auf den Beinen waren. Unwetterbedingte Feuerwehreinsätze registrierte die zeitweise durch die Fülle der Notrufe blockierte Leitstelle auch in Blankenhain, Magdala, Groß- und Kleinschwabhausen, Frankendorf, Niederzimmern, Leutenthal, Tannroda und im Apoldaer Raum. Auf der A4 bei Mellingen forderte das Unwetter einen Unfall mit vier Fahrzeugen.