Der Gemeinderat als "Hauptorgan" der Gemeinde

Der Gemeinderat ist laut Gemeindeordnung das "Hauptorgan der Gemeinde". Er ist die politische Vertretung der Bürgerschaft, die die Grundsätze der Gemeinde festlegt und über alle Angelegenheiten der Gemeinde entscheidet, soweit nicht der Bürgermeister kraft Gesetzes zuständig ist. Im Kapellendorfer Gemeinderat sitzen 6 Gemeinderäte
Die Amtszeit des Gemeinderates beträgt fünf Jahre. Die Gemeinderatsmitglieder sind ehrenamtlich tätig. Der Gemeinderat tagt in der Regel ein mal im Monat im Bürgerhaus.

Der Gemeinderat besteht zur Zeit aus sechs Gemeinderäten sowie dem Bürgermeister.

Karin Stahlberg - unabhängige Wählergemeinschaft
Olaf Küster
- Freiwillige Feuerwehr
Fabian Henschel - Kirmesverein

Roy Fischer
Brita Eschner
Michael Nordman

Jürgen Elstermann, Bürgermeister - unabhängige Wählergemeinschaft.

Ehrenamtlich eine Fülle von Aufgaben zu bewältigen

Rechtlich gesehen ist der Gemeinderat kein Parlament, sondern ein Verwaltungsorgan, das die Verwaltung auch mit Einzelfallentscheidungen anleitet. Die wichtigsten Rechte des Gemeinderats sind das Satzungsrecht, das "Gesetzgebungsrecht" der Gemeinde und damit die Entscheidung bspw. über Erhebung von Gebühren und Steuern, das Etatrecht und damit die Entscheidung über Investitionen, die Planungshoheit und damit die Entscheidung über die Ortsentwicklung. Zudem hat der Gemeinderat die Aufgabe, die Verwaltung zu kontrollieren.

Im politischen System der Bundesrepublik kann auf kommunaler Ebene unterscheiden werden zwischen den "weisungsgebundenen Aufgaben", welche die Gemeinden im Auftrag von Land oder Bund übernehmen. Dazu gehört vor allem der Bereich der Ordnungsverwaltung. Daneben gibt es die "weisungsfreien Aufgaben", die Selbstverwaltungsaufgaben. Allerdings bildet diese Unterteilung nur ein grobes Raster. Darrüberhindus gibt es ein komplexes Raster staatlicher und gemeindlicher Aufgaben mit verschiedensten Zuständigkeits- und Aufsichtsregeln. So kann man unterscheiden in freiwillige Aufgaben, deren Erfüllung in die freie Entscheidung des Gemeinderats gestellt sind wie z. B. den Bau von Straßen und Gebäuden.

Auch Ortskernsanierung oder Vereinsförderung zählen zu den freiwilligen Aufgaben. Die sog. Pflichtaufgaben ohne Weisung müssen erfüllt werden, doch das "Wie" eines Schulbaus, des Baus von Kindergärten oder des Betriebs einer Kläranlage liegt in der Entscheidung der Gemeinde. Richtlinien und die Vergabe von Zuschüssen etwa des Landes engen die Entscheidungsfreiheit in der Praxis allerdings ein. Pflichtaufgaben nach Weisung sind Aufgaben die von den Kommunen nach staatlichen Vorgaben erledigt werden müssen, wie etwa die Organisation von Wahlen. Für Land und Bund übernimmt die Gemeinde staatliche Aufgaben und fungiert als untere Verwaltungsbehörde.

Im Gemeinderat werden zahlreiche, in der Regel die Bürgerinnen und Bürger direkt berührenden Entscheidungen getroffen. Angesichts der vorhandenen Aufgabenfülle und zusätzlichen Aufgaben und Problemen, mit denen die Kommunen immer wieder konfrontiert werden, ist die ehrenamtliche Mitwirkung im Gemeinderat keine leichte Aufgabe. Und ihr kommt eine wachsende Bedeutung zu. Die Arbeit des Gemeinderates prägt die Entwicklung des Ortes und das Leben ihrer Bürgerinnen und Bürger.